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Reviews KIM 011 Jackson Pollocks Action Painting

Bis aufs Messer

new band from Hamburg - 2 song debut 7" with beautiful Artwork. the two songs of very energetic Post-Emocore -that reminds sometimes KURT meets early Hot Cross in a blender. If that makes sense to you ... Good stuff that keeps Hamburg on the map of sweet music
 
Blueprint Fanzine
Ob das Werfen von Farbbeuteln auf Häuserwände den Vorstellungen des verstorbenen amerikanischen Expressionisten Jackson Pollock bezüglich der von ihm begründeten Stilrichtung des "Action-Paintings" entspricht, wird wohl niemals geklärt werden. Dem Streetart-Künstler Banksy würde das Coverdesign der Debüt-Single dieser frischen Band aus Hamburg aber sicherlich gut gefallen! Was JACKSON POLLOCK´S ACTION PAINTING hier in Form von zwei Liedern abliefern, kann man wohl am ehesten als Mischung aus Post-Hardcore und Screamo bezeichnen, wobei vor allem die frickeligen Gitarren und das vertrackte Schlagzeug immer wieder für asymmetrische Songstrukturen sorgen. Vor allem live dürften die Jungs mit diesem Sound wohl so manchen Konzertsaal abfackeln… Der rein deutschsprachige Song "Viva Alliteration" gefällt mir dabei noch einen Tick besser als der in einem Wechsel aus Deutsch und Englisch vorgetragene B-Seiten-Track, der zumindest bei den ersten Hördurchgängen noch ein wenig schwer im Magen liegt. Doch insgesamt ist es ein durchaus leckeres Appetithäppchen, das das kleine Label "Kids In Misery" hier ins Polyvinylchlorid pressen ließ. Ich bin gespannt aufs Hauptgericht!


Durchdes Welt

Kids in Misery gehen in die 11. Runde. Erneut konnte sich das sympathische Hamburger Label eine beheimatete Band unter den Nagel reißen und uns Hörern mit einem feinen Stück schwarzem Gold beglücken. Ähnlich innovativ wie die extravagante Malkunst Jackson Pollocks kann man den Sound der Band verstehen. Auch wenn die zwei enthaltenden Songs der Debüt 7inch mit fünf Minuten Spielzeit etwas kurz ausfallen, liegt das weniger an einem kurzweiligen Vergnügen, vielmehr am beeindruckenden Sound und dem Wunsch nach Zugabe.
Labelseitig wird der Style von Jackson Pollocks Action Painting dem Bereich Post Emocore zugeordnet. Ich höre in den frickligen instrumental Passagen deutliche Hot Cross Anleihen, in den gesungenen Parts wird schon mal zu Matula und Konsorten geschielt. Die fette Produktion von Hauke (Plan 12) sorgt für einen wuchtigen Sound, welcher gerade in den vertrackten Parts die Instrumentalisierungen zu akzentuieren versteht.
„Viva Alliteration“ wird deutsch besungen, bei „Dead End blus #14“ gibt es ein zweisprachigen Gesangspart. Beim letzt genanten Track verschärft sich der Sound und gewinnt vermehrt an Extravaganz, welcher durch die Schlagzeugarbeit und einem knalligen Bass an die großartigen Kurt erinnert.
Auf dieser 7inch stimmt einfach alles. Emocore in einer frischen neuen Spielart für das Jahr 2010. Man darf sich nun hoffentlich bald auf Nachschlag von den Hamburgern freuen……
 
Flight 13
Wunderbar frickelige und gehetzte 7er mit zwei Songs, die irgendwas zwischen Emo, Punk und Postcore transportieren. Hot Cross kommt da um die Ecke geschossen und gesellt sich zu Matula. Solltet ihr antesten!
 
New-Core
Am leichtesten ist es noch nach kurzer Recherche den Namen dieser neuen Hamburger Band zu erklären. Paul Jackson Pollock war ein amerikanischer Maler des Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebte und durch seine von ihm begründete Stilrichtung des Action Painting bekannt wurde. Warum sich die Band allerdings ausgerechnet nach ihm benannt hat? Keine Ahnung. Vielleicht, weil die Band ihre Musik eben als die musikalische Umsetzung des Action Paintings sieht. Wie ich darauf komme, lege ich euch im Folgenden anhand einiger Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel zu Jackson Pollock dar.

„… Ab 1946 entwickelte Pollock die Dripping-Technik (er lässt Farbe auf die auf dem Boden liegende Leinwand tropfen und fließen, schüttet, sprengt und spachtelt, so dass sich Strukturen, Rhythmen und Muster aus Farbspritzern und –flüssen bilden; er trägt die Farbe vielfach nicht mehr mit einem Pinsel auf, sondern lässt sie aus einem Loch im Boden einer Farbdose fließen). … Seine Bilder leben vom Kontrast und wollen damit den widersprüchlichen Gegensatz von Körper und Seele ausdrücken.

Die Arbeiten sind vollkommen frei, und es ist auch der Malakt, der diesen Stil des Abstrakten Expressionismus so bekannt gemacht hat. Mit dieser Technik des Action Painting schuf Pollock komplexe, ineinander verwobene Farbstrukturen …“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jackson_Pollock

Vergleichbar verhält es sich auch mit der Musik der vier Hamburger, auch wenn man sich davon auf dieser Debut-7“ mit gerade einmal zwei Songs, die auch nur eine Länge von 2:22 min bzw. 2:42 min besitzen, kaum einen nachhaltigen Eindruck machen kann. „Viva Alliteration“ klingt nach etwas vertracktem, komplexen Post-Punk/Post-Hardcore/Emo-Core. Der Text ist auf Deutsch und offen für Interpretationen. Erinnert mich witzigerweise etwas an Hot Cross und Black Cross. „Dead End Blues #14“ auf der B-Seite schlägt in eine ähnliche Kerbe, allerdings mit deutschen und englischen Lyrics und mir kommen außerdem Bands wie Escapado, Kids Explode oder auch die Labelmates Girolamos Walk als Vergleich in den Sinn, ohne dass sich Jackson Pollock Action Painting wirklich nach einer der genannten Bands anhören.

Wie schon weiter oben erwähnt fällt eine echte Bewertung nach gerade mal zwei Songs wirklich schwer. Mein Eindruck ist aber insgesamt ein positiver. Nette 7“ beim sympathischen Hamburger Label Kids in Misery Records. Ach ja ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Jungs schon länger Musik machen und zuvor u.a. bei Captain Planet und Nagasaki Nightmare aktiv waren. Beim nächsten Mal darf es gerne etwas mehr sein.
 
Ox
Was soll man da noch sagen? Im Gegensatz zum Namensgeber und Abstraktionismus-Gott gibt es bei JPAP, auch wenn es sich nicht immer so anhört, tatsächlich Songwriting und Struktur. Trotzdem bilden die zwei kurzen, sehr direkten, verspielt-abstrakten und disharmonischen Screamo-Songs in der Tradition der Schreibands aus dem deutschen Norden eine deutlich expressionistisch geprägte Brücke zwischen Musik und Kunst.

Denn wer die Gitarre so bedienen kann wie Jackson Pollock den Pinsel, habe alle Achtung verdient! Schade nur, dass alles so schnell vorüber ist.


Plastic Bomb

Worte reichen kaum aus, um diese Musik ausreichend zu beschreiben. Man sollte sich das Ganze einfach anhören. Die Band mit dem seltsamen Namen macht genauso seltsame Musik. Das ist wie Jens Rachut auf Jazzcore. Schräg, frickelig, außergewöhnlich und zerfahren. Der Begriff „Post-Emocore“ fällt in diesem Zusammenhang, gibt aber auch kaum Aufschluss. Wer´s abgedreht mag, sollte mal reinhören. Mir ist das zu nervig... Außerdem ist nur ein Song pro Seite etwas mager, zumal die Songs im Schnitt nur 2.30 kurz sind. Micha.
 
Trust
Neue Band aus Hamburg mit jemandem von Captain Planet. Jackson Pollock's Action Painting spielen emotionalen Post-Hardcore nicht unähnlich Shokei, Petethepiratesquid oder Sinaloa. Treibende Gitarren, Dischorde treffen hier auf männlichen und weiblichen Gesang. Solide umgesetzt, aber absolut nichts neues. Das diy-Kelinstlabels auch schon anfangen zwei Song Singles zu pressen, stört mich allerdings ein wenig. Dafür mag ich die bunten Farben des Artworks. (benni)
 
With love, the underground
Postpunk aus Hamburg, benannt nach dem Actionskünstler Jackson Pollock, verziert mit deutschen Texten und mit forschen Phrasen wie "Viva Alliteration!" betitelt. "I like how it starts, I like the middle part, and I like how it ends!, sagt die Myspace-Gemeinde zu besagtem Song, treffender hätte ich es nicht ausdrücken können. Etwas sehr verkopft sind sie, die Elbanlieger, aber das deutliche Manko dieser Sevenich ist, dass man nur zwei Songs auftischt. Die Flipside hat "Dead End Blues # 14" drauf und Fans von THE OLIVER TWIST werden sich bestimmt hierfür erwärmen können, wobei ich ähnliche Kritikpunkte wie bei THE OLIVER TWIST anbringen möchte. Durch die gewollte Hipness geht der Band etwas der Herzblutfaktor verloren. Was das Quartett da fabriziert hat, ist meiner Meinung nach durchwachsen und kann den bisher gigantischen Releases auf Kids In Misery nicht ganz das Wasser reichen. Es fehlt der persönliche Bezugspunkt. Ein Hoch auf die Alliteration??? Mit so pseudo-spinnerten Wortspielen kann man doch keinen mehr hinterm Ofen vorlocken. Sorry, aber ich plädiere für eine inhaltliche Rundumerneuerung und mehr Produktivität. (6/10) Thomas Eberhardt
 
X-Mist

New Post-Punk/Emo-Hardcore band from Hamburg/Germany with their first single. Not as wild and crazy as the real Jackson Pollock, but reminding of early 90s bands like MEREL and VAN PELT, with more of an emotive, energetical drive...