bis aufs messer
beautiful split 7' by those "emo" bands from Berlin and Portugal. Lovely. Adorno have two amazing passionate songs on that split 7" and continue their quality "screamo" they played on their LP. The first track has a beautiful bassline which ends in total chaos all closure meets orchid. Syn*error have one song on their side and also play some classic sound that reminds me on 400 years etc. Well done and I hope to see more (08/2008)
broken silence
SYN ERROR (Berlin) und ADORNO (Portugal) entstammen derselben international vernetzten D.I.Y. / Emo / Post-Punk-Szene und präsentieren ihre Split-EP auf Unterm Durchschnitt (Köln). SYN ERROR sind mit dem Song Lowered Expectations Vertreter einer Post-Hardcore-Schule im Sinne von STILL LIFE, INDIAN SUMMER oder SHOTMAKER. Aufgetürmte Noise-Attacken mit geschriehenem Gesang prallen auf melodische, verspielt groovende Zwischenteile. ADORNO schaffen es mit ihren beiden Songs mühelos, an großartigen Bands wie YAGE oder AT THE DRIVE-IN anzuknüpfen, ohne sich dabei den Kopf einzustoßen. Beide Bands stehen für authentischen und gegen Genre-Klischees anspielenden Emo/Screamo-Sound ohne nervige Metal-Gitarren und spielen bereits europaweit Livekonzerte. 7"-Single in wunderschön gestaltetem Coverkarton mit Lochstanzung. (jan, 07/2008)
get addicted
Kilometerfresser unter sich. Sowohl Syn*Error,als auch Adorno sind dafür bekannt, sich so oft es geht, die Seele aus dem Leib zu touren. Stillstand ist Rückschritt und die gemeinsame Seven-Inch ein Kusselkopp (Vorwärtsrolle) in die richtige Richtung. Insbesondere Syn*Error aus Berlin ritzen mit „Lowered Expectations“ ein Post-Hardcore-Stück der Extraklasse ins Vinyl. Bei weitem nicht erwartet und das Mittelmaß der Gegenwarts-Spielmannsgruppen weit hinter sich lassend. In die gleiche musikalische Kerbe schlagen Adorno. Bei den Portugiesen hinterlassen insbesondere die klagenden Gesangs-Passagen von „Anchors Aweigh“ einen bleibenden, positiven Eindruck, die im weiteren Verlauf in Wut umschlagen und dabei authentisch, statt kalkuliert wirken. Emil Noldes „Fischdampfer” Stand beim Coverartwork Pate. Insofern, gute Fahrt und Schiff ahoi!
Wahrschauer
Bei der SYN*ERROR/ADORNO-Split wäre es von großem Vorteil zu wissen, wie die Bandmitglieder beider Combos aussehen. Denn nicht der Bandname, sondern ein Gruppenfoto, auf welchen die Gesichter der jeweiligen Musiker angemalt sind, verrät, ob es sich um die ADORNO- oder die SYN*ERROR- Seite handelt. Lustige Idee! Viel Spaß beim Zuordnen.
SYN*ERROR kommen aus Berlin und... ihr Sound ist geprägt von Brachialität und Schönheit. Die Songs sind einerseits überlagert mit Gitarren, Geschrei und Noise-Anleihen und finden anschließend eine Klarheit wieder, mit allen Gegensätzen zu dem gerade genannten. Die Songstrukturen sind nicht gerade leicht nachvollziehbar. Die Lieder wirken sperrig, gleichzeitig dramatisierend und zeichnen dabei das Bild von einem beeindruckenden musikalischen Verständnis. SYN*ERROR hinterlassen mit ihrem Post-HC-Screamo tiefe Spuren beim Hörer...
ADORNO liefern 2 Songs ab, die gradliniger sind als die SYN*ERROR Stücke und somit klar den Vorteil haben, besser in die Gehörgänge zu finden. Dabei wirken ADORNO sehr angenehm und lassen Tendenzen Richtung AT THE DRIVE-IN erkennen. Die beiden Lieder bergen zwar auch ihre verschiedenen Geschwindigkeitsparts in sich, wirken dabei allerdings nicht so dramatisch wie die Berliner. Generell kann man die Musik nicht wirklich vergleichen, zumal man ADORNO auch besser kategorisieren könnte, wenn man will. Wollen wir aber nicht. Bei mir war/ist es die ADORNO-Seite, die am meisten beansprucht wurde/wird – was ganz klar daran liegt, dass ADORNO eine starke Affinität zu den tollen AT The DRIVE-IN besitzen und dementsprechend großartig klingen. (Diplompunk)